Zur Diskussion


Wer ist das eigentlich - der Synodale Weg?

Der synodale Weg ist- ganz kurz zusammengefasst - eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) mit dem Ziel, drängende Fragen zur Zukunft der katholischen Kirche zu beraten und gemeinsame Antworten zu finden. Aber wer sind die 230 Mitglieder auf dem Synodalen Weg? Auf dessen homapage finden man eine Liste mit Namen, entsendender Organisation und Herkunftsbistum, über die Menschen selbst aber nichts, vor allem keine Kontaktdaten, um sie auch direkt ansprechen zu können. Meine Nachfrage im Sekretariat des Synodalen Wegs brachte - wie fast schon erwartet - den Hinweis, dass dies aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sei; nicht falsch, aber eine fadenscheinige Ausrede.
Warum ich das so sehe, habe ich in einem offenen Brief an den Sekretär des Synodalen Wegs zum Ausdruck gebracht. Wen's interessiert, kann den Brief gerne hier lesen.

 

Altersarmut und Rentenpolitik

Vor einiger Zeit bin ich auf das Problem der so genannten Altersarmut gestoßen. Es geht - stark vereinfacht - darum, dass derjenige (besser: diejenige, denn in der Mehrzahl betrifft es Frauen), der sein Leben lang fleißig, aber im Niedriglohnsektor (Mindestlohn) gearbeitet hat, mit Eintritt in das Rentenalter direkt in der Grundsicherung, also in der Sozialhilfe landet. Dieses sozialpolitische Ärgernis wird noch dadurch verstärkt, dass derjenige, der einer abgabenrelevanten Erwerbstätigkeit eher aus dem Weg gegangen ist, im Rentenalter die gleichen Leistungen erhält. Nachdem die Diskussion darüber immer wieder im hilflosen Achselzucken endete und die Sozialpolitik der Parteien auch nicht weitergekommen ist, habe ich versucht, meine Überlegungen dazu in einem Papier zusammenzufassen, mit dem die politische Diskussion zumindest einmal konkretisiert werden könnte. Einige Parteifreunde in der Senioren-Union haben mich dabei zumindest "moralisch" unterstützt.
Zwischenzeitlich (genauer: am 2. Juli 2018) haben meine Überlegungen Eingang in einen Beschluss des Seniorenbeirats der Stadt Augsburg gefunden: "Rentenreform: Anforderungen an eine zukunftssichere und existenzsichernde Altersversorgung für die Rentnerinnen und Rentner in Deutschland". Die sozialpolitische Diskussion muss auf diesem Niveau weitergehen.

 

Pfarreien-Reform in der Diözese Augsburg

In der Diözese Augsburg wurde 2012 eine sehr weitreichende Pfarreien-Reform durchgesetzt, wie sie letztlich auch in allen anderen deutschen Bistümern zur Durchführung kam. Bei all diesen Reformen geht es um die Auflösung der Ortspfarreien und ihre Integration in große Zentralpfarreien, da aufgrund des Priestermangels nur so die Leitung einer Pfarrei durch einen Kleriker sichergestellt werden kann. Wie das kirchliche Leben vor Ort auch bei zurückgehender Zahl aktiver Gemeindemitglieder zukunftsorientiert gestaltet werden kann, bleibt weitgehend nur dem Prinzip Hoffnung anvertraut. Zu dieser Thematik habe ich Bischof Zdarsa von Augsburg einen kritischen Brief geschrieben, der - natürlich - nie beantwortet wurde. Die Rückmeldungen zu diesem Brief waren ebenso zahlreich wie zustimmend. Aber der Adressat, Bischof Zdarsa, wurde 2019 emeritiert und ist nun nicht mehr im Amt. Damit hat der Vorgang seine Bewandtnis , auch wenn das Thema selbst nicht erledigt ist. Wer den Brief unbedingt lesen will - eine Anfrage genügt.